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06.08.2026

Die Wiener Stadthalle als Verwandlungskünstlerin

Österreichs größte Eventlocation ist ein Multitalent. Schon die Grundsteinlegung sorgte für Trubel in Wien.

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Haupteingang der Wiener Stadthalle
Haupteingang der Wiener Stadthalle
Haupteingang der Wiener Stadthalle
Haupteingang der Wiener Stadthalle

Gleich an der Gürtelstraße im 15. Wiener Gemeindebezirk liegt die Wiener Stadthalle, ein Ort, an Musikliebhaber:innen, Sportfans und Kulturlustigen über Generationen hinweg Highlights mit ihren Lieblingskünstler:innen geteilt haben. Billie Eilish, David Bowie, The Rolling Stones: Die Liste der Legenden, die hier schon auf der Bühne standen, ist lang. Rund eine Million Besucher:innen zieht es jedes Jahr in seine Hallen. Konzerte, Sportwettkämpfe, TV-Shows, Zirkusattraktionen und Messen werden geboten. Kommendes Jahr steht mit dem Eurovision Song Contest eine weitere Sternstunde bevor. Für viele ist ein Besuch in der Stadthalle mit unvergesslichen Erlebnissen verbunden. Die Geschichte ihrer Entstehung erzählt auch viel über Wien selbst.

Gleich an der Gürtelstraße im 15. Wiener Gemeindebezirk liegt die Wiener Stadthalle, ein Ort, an Musikliebhaber:innen, Sportfans und Kulturlustigen über Generationen hinweg Highlights mit ihren Lieblingskünstler:innen geteilt haben. Billie Eilish, David Bowie, The Rolling Stones: Die Liste der Legenden, die hier schon auf der Bühne standen, ist lang. Rund eine Million Besucher:innen zieht es jedes Jahr in seine Hallen. Konzerte, Sportwettkämpfe, TV-Shows, Zirkusattraktionen und Messen werden geboten. Kommendes Jahr steht mit dem Eurovision Song Contest eine weitere Sternstunde bevor. Für viele ist ein Besuch in der Stadthalle mit unvergesslichen Erlebnissen verbunden. Die Geschichte ihrer Entstehung erzählt auch viel über Wien selbst.

Bau und Idee: Zwischen Aufbruch und Applaus

Im Nachkriegs-Wien entstand in den 1950er-Jahren die Vision für einen neuen Treffpunkt: Ein Ort der Unterhaltung, der gleichzeitig für Wiederaufbau und eine politische Neuausrichtung stehen sollte. Der Auftrag ging an den Stadtarchitekten Roland Rainer. Sein Anspruch: Architektur und Einrichtung sollten eine harmonische Einheit bilden. Der Plan gelang, der prestigeträchtige Bau läutete eine neue Ära der Wiener Architektur ein.

Schon die Grundsteinlegung sorgte für Aufregung, die über die Landesgrenzen schwappte. Tausende Neugierige strömten zur Zeremonie und scharten sich um eine 2,5 Tonnen schwere Granitplatte. In dessen Nische wurden symbolträchtige Objekte versenkt: Zeitungen, Telefonbücher, das Wiener Wappen und Namen von Ehrenbürger:innen sollten hier für immer aufbewahrt werden - ein Stück Stadtgeschichte für die Ewigkeit.

Der Bau selbst war ein Mammutprojekt: 2.900 Pläne, 110.000 m³ Erde, 11.500 Tonnen Zement und 440.000 Ziegel kamen zum Einsatz, um das Wiener Wahrzeichen zu erschaffen. Das markante Dach ziert heute das Stadthallen-Logo. Dem Architekten war es wichtig, zeitgenössische Künstler:innen miteinzubeziehen. Im Zuge des Baus sind deshalb einige Installationen und Skulpturen, wie etwa von Fritz Wotruba, entstanden. Im Herzstück der Wiener Stadthalle - der Halle D - finden regelmäßig bis zu 16.000 Menschen zusammen. Heute beherbergt der Komplex neben den Veranstaltungshallen auch eine Eishalle und ein Schwimmbad.

Abendausklang im Grätzel

Apropos Bier: Nach einem Besuch in der Stadthalle lohnt sich ein Spaziergang durch die Umgebung. Der einstige Arbeiterbezirk hat sich längst zu einem trendigen Grätzel entwickelt. Gemütliche Bars und Kaffeehäuser wie das traditionsreiche Café Weidinger laden zum Verweilen ein. Wer den Abend verlängern möchte, spaziert über den Gürtel in die Burggasse. Hier reihen sich Lokale, Boutiquen und Restaurants aneinander - der perfekte Ort, um den Abend entspannt ausklingen zu lassen.


Autorin: Beatrix Kouba